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Klarstellung



Vorab:

Ich möchte hier meine gegenwärtigen Gefühle und Eindrücke der Welt vermitteln. Ich bin ein Mensch der Fakten und ich habe es nie gelernt, anderen (vielleicht sogar fremden) Menschen mein Herz auszuschütten. Aber ich denke, das ist der erste Schritt dahin, das zu lernen.

Ich möchte darauf hinweisen, dass Sätze die evtl. falsch interpretiert werden können, nicht so gemeint sind, wie sie rüberkommen. Auch wenn ich hier grade mein Herz ausschütte, für mich ist es vom Denken, bis hin zum Handeln ein weiter Weg. Ich möchte nur bitten, sich keine unnötigen Sorgen oder Gedanken zu machen.

Aus Gründen des Datenschutzes und der Gewährung der Privatsphäre werde ich hier betreffende Personen weder namentlich nenne, noch sonstige Hinweise geben, die für Außenstehende auf die Person schließen lassen. Jene Personen werden sich, denke ich, schon angesprochen fühlen.

Ich fühle mich grade ätzend.

Ich habe grade so das Gefühl, als wenn mir alles entgleitet.

In meinem Umfeld sind so viele Probleme und ich stehe dem machtlos gegenüber.

Anstatt mein Bestes zu geben, mache ich einen auf heile Welt.

Ich prophezeie den Leuten immer wieder, dass sich alles zum Guten wenden wird.

Aber wie soll man das den Leuten weismachen. Wenn man selbst langsam Zweifel hegt?

Ich merke immer wieder, dass es den Leuten beschissener geht, wie mir. Aber wie soll man einen Rat geben, wenn man selbst nie in einer vergleichbaren Situation war?

Ich versuche möglichst allen Leuten zu helfen, und stelle mich da hinten an. Andererseits bin ich ein Mensch, der sich eigentlich niemals öffnet. Ich habe Angst davor, meine Schwächen zu zeigen.

Ich habe angst davor, jemandem in die Augen zu schauen und ihm/ihr zu sagen: „Hey, ich weiss es geht dir scheiße. Und um deine Gedanken und Probleme zu intensivieren: Hier hast du noch meine Probleme,wo du inal am tragen bist.

Es ist ein Paradoxon, eine Antithese, eine Idiotie, die mich aber wohl mein Leben lang verfolgen wird.

Ich bin ein Mensch, der sich durch Musik sehr gut ausdrücken kann. Es ist mein Ventil.

Doch jedem Physiklaien wird es wohl klar sein, was mit dem Druckkessel in absehbarer Zeit passieren wird, wenn das Ventil kaputt, bzw. nicht mehr vorhanden ist.

Ich konzentriere mich derzeit fast nur auf meine Arbeit. Das ist ironischer Weise die sorgenfreieste Zeit in der Woche. Sowie ich zu Hause ankomme, werde ich schon mit den alltäglichen Problemen konfrontiert. An und für sich nichts Ungewöhnliches.

Doch ich habe die Eigenschaft, dass ich Probleme auf mich lade. Auch wenn man mir das nach Außen hin vielleicht nicht anmerkt. Aber ich bin ein Laster, der immer träger wird und langsam aber sicher überladen ist.

Ich komme langsam mit den ganzen Problemen nicht mehr klar. Ich fühle mich hilflos, weil ich keine Hilfe mehr geben kann. Es drückt mich nieder, mit dem Gesicht zum Boden. Es fällt immer schwerer, den Blick auf den Weg, der vor mir liegt zu wenden. Ich sehe nur noch nach unten, auf das Hier und Jetzt.

Für mich wirkt alles zur Zeit so unreal.

Menschen glauben, sie seien der Abschaum und nix wert, sie haben keine Zukunft und keiner kann sie leiden, fühlen sich isoliert und ausgestoßen.

Menschen drohen damit sich selbst wegzuputzen, sehen keinen sinn im Leben mehr.

Menschen versuchen etwas darzustellen, was sie nicht sind, glauben nicht mehr an die Stärke ihres eigenen Wesens.

Menschen kommen mit ihrer Situation nicht klar, zweifeln an ihrer Zukunft.

Menschen laden wie ich alles auf sich, ihre Druckanzeige ist schon im roten Bereich.

Menschen kommen mit ihrem Schul-, Studenten-, Arbeitsleben nicht mehr zu recht, zweifeln an ihren eigenen Möglichkeiten.

Es sind vielerlei Probleme. Alle sind durchaus ernst zunehmen und nicht zu unterschätzen.

Ich will versuchen, für diese Leute da zu sein, sowohl als Kummerkasten, als auch als Sandsack – kurz: Als Freund.

Doch ich schäme mich. Ich schäme mich dafür, dass ich es bisher geschafft habe, meine Probleme (teilweise auch auf unkonventionelle Weise) zu bewältigen. Ich schäme mich dafür, scheinbar der Einzige zu sein. Ich schäme mich dafür, dass ich jenen Leuten fast nur allgemeingültige Ratschläge geben kann.

Jemand hat mal zu mir gesagt: „ Du kannst nicht alle Probleme dieser Welt auf dich nehmen, bevor du nicht deine eigenen bewältigt hast.

Ich predige, ich klugscheiße, ich heuchle. Ich erwarte was von den Menschen, was ich selber nicht bereit bin, einzulösen – sich zu öffnen.


Es gibt Leute, die würden mich am liebsten fragen, warum ich ihnen das nicht persönlich sage. Ich kann nicht! Nennt es Feigheit. Ja, ich bin feige, zu feige, meine Probleme einzugestehen.

Die Quittung ist, dass sich die Probleme häufen. Und es ein riesiger Batzen werden würde, würde ich das persönlich erzählen. Ich habe es nie gelernt, mich zu öffnen. Ich habe es nie gelernt, zu reden. Ich habe nur gelernt zuzuhören.

Viele meinen, das macht mich zu einem besonderen Menschen.

Für all jene, die sich fragen, warum ich unter Minder-
wertigkeitskomplexen leide:

Zuhören macht mich noch lange nicht zu einem guten Menschen. Auch das Erwarten, was ich selber nicht bereit bin einzulösen macht mich nicht zu einem besseren Menschen. Im Gegenteil. Es ist naiv, egoistisch, überheblich und anmaßend zu glauben, ich wäre das Allheilmittel für jedes Problem, was man nur haben kann.

Aber ich bin nun mal ich. Das ist meine Lebenseinstellung den Menschen gegenüber. Das kann ich nicht ablegen. Aber im laufe des Tages habe ich erkannt, dass ich mich anderweitig bessern kann. Indem ich auch mich entlaste, den Leuten auch das Vertrauen gebe, was ich immer gehofft habe nur durch Zuhören zu erhalten.

Ich will eines Tages, in den letzten Sekunden meines Lebens zu mir sagen können, dass sich meine Existenz, die Belastung von natürlichen Ressourcen durch mich gelohnt hat. Dass ich helfen konnte, Menschen glücklich zu machen.

Ich will nicht das egoistische Rautier sein, dass sich einen Scheißdreck um seine Artgenossen schert. Ich will jenes Wesen sein, was die Religionen und Philosophien dieser Welt immer so hoch gepriesen haben. Ich bin nicht religiös. Ich will einfach nur der Mensch sein, den fast jeder glaubt zu sein, ohne zu hinterfragen, wie man es überhaupt werden kann. Ich will einfach nur Menschen glücklich machen, ihr Leben erleichtern. Ich sehe mich nicht als Heiliger. Ich sehe mich auch nicht als Psychiater. Ich vertrete einfach nur die Meinung, dass jeder Mensch bereit sein sollte, dem anderen zu helfen. Und ich sehe es als selbstverständlich an, Menschen in der Not zu helfen und für sie da zu sein.

Vielleicht hat dieser (doch sehr lange) Eintrag einige Menschen auch zum Nachdenken angeregt, sich auch zu öffnen, weiterzukämpfen, um irgendwann als lachender Sieger dazustehen.

Glaubt mir, kein Problem dieser Welt kann nicht behoben werden.

Ich persönlich fühle mich jetzt schon wieder besser. Meine Angst, die Menschen, denen ich vertraue mit unerwarteten Problemen zu konfrontieren ist ein wenig kleiner geworden.


Die Zeit heilt alle Wunden und Freunde sind das Pflaster, das die Blutungen stoppt.

4.5.06 22:33


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