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Schicksal ist ein Arschloch

Gibt es wirklich so etwas, wie Schicksal ? Eine allm?chtige Kraft, die in der Lage ist das Verhalten eines jeden Individuums und Objektes zu steuern ? Einen allumfassenden Plan f?r das gesamte Universum ?
Tatsache ist, dass dieses omin?se Schicksal heute mal wieder so richtig seine Gemeinheiten an mir ausgelassen hat.

Das Erste war, dass ich gestern offenbar vergessen hatte einen (von drei) Weckern zu stellen. Fazit: Ich bin fast zu sp?t aufgestanden.
Nicht dass ich verschlafen h?tte. Nein! Schicksal hat mir eine sehr gro?z?gige Frist von 15 Minuten gegeben, um mich anzuziehen, zu fr?hst?cken, Z?hne zu putzen, mich zu rasieren, Tasche zu packen und rechtzeitig den Bus zu erwischen.

Mal ganz ehrlich: Schicksal ist ein Arschloch !
(Den geneigten Lesern wird sp?testens hier klar, dass ich, beeinflusst durch meine Wut, dazu neige Schicksal zu personifizieren !)
Aber was w?re er (oder sie? ) f?r ein Arschloch, wenn er nicht noch ein paar Gemeinheiten im ?rmel versteckt h?tte ?

So kam es, dass ich mich bei meiner, an die mir noch verbleibende Zeit angepassten Rasur, ca. 5 Millimeter von meiner rechten Halsschlagader entfernt schnitt...

Was f?r ein Vergn?gen, am fr?hsten Morgen das Bad von Blut zu befreien, damit mein Mitbewohner nicht glaubt, ich h?tte dort ein Schlachthaus betrieben.

Als in der Regel ausgeglichener Mensch, habe ich mir keine weiteren Gedanken gemacht und einfach meine morgentliche Routine fortgesetzt. Lief ja soweit auch alles ganz gut! Bis der sanfte Touch von After Shave (85% Alkohol) auf meiner Wunde einen Nervenimpuls von 1.000 Volt ausl?ste...

Aber wer l?sst sich schon von solchen kleinen Kratzern und minimalen Zeitdruck aus der Ruhe bringen ?!

Nachdem nun jegliche Anzeichen eines Massakers in meinem Bad beseitigt wurden, entschloss ich mich voller Enthusiasmus mich meinem Arbeitsleben (in der Berufsschule) hinzugeben.

Nach 60 Metern Rutschpartie auf einem zugefrorenem Parkplatz erreichte ich nun schlie?lich die Bushaltestelle.
Der Bus stand schon da und die T?ren waren schon offen.
Ich versuchte einen unglaublichen Sprint auf 5 Metern hinzulegen. Beim Erreichen der Ziellinie bemerkte ich, dass sich die T?ren schlossen.
(unverst?ndlicherweise) Vom Zeitdruck getrieben, h?mmerte ich auf den Schalter mit der Aufschrift "T?r auf" ein, der wohl einst von der CVAG als Scherzartikel angebracht wurde, weil die Aufkleber "Ich bremse auch f?r Passagiere" ausverkauft waren.

Wenn es bezahlte Arschl?cher im ?ffentlichen Dienst gibt, dann sind es Busfahrer ! -_-

Der Bus fuhr mir vor der Nase davon und lies mich alleine bei -6?C und einer Luftfeuchtikeit von 80% stehn.
Aber wer l?sst sich schon davon st?ren ?

Nach einer halben Ewigkeit des Wartens und des beruhigenden Zigarettenkonsums kam dann endlich der n?chste Bus.

Ich h?tte es eher fahrendes KZ genannt...
Nachdem ich es endlich geschafft habe, mir bequeme 50cm? und Sauerstoff f?r 10 Minuten zu erk?mpfen, hielt es dieser Busfahrer f?r n?tig, ein pl?tzliches Beschleunigungsman?ver zu absolvieren. Beeinflusst durch meine Massentr?gheit und dem durch Restwasser an hunderten von Schuhen verursachten rutschigen Boden, fiel ich nach hinten mit dem Hinterkopf gegen eine Stange.

Ich war dankbar, denn die auftretenden Schmerzen liesen mich jene vergessen, die von meiner Schnittwunde verursacht wurden.

Aber wer l?sst sich schon davon st?ren ?

Endlich an meinem Ziel angekommen. Musste ich mich auch schon durch die Massen dr?ngen, um mich meinen klaustrophobischen Zust?nden zu entledigen. Vor der T?r angekommen, macht mich der Busfahrer an, dass vorne kein Ausgang sei.

Also hie? es, sich nach hinten zur Mitte durchzuk?mpfen.
Es war rutschig, die Insassen, mit denen ich diese vergn?gliche Busfahrt teilte, waren alle schlecht gelaunt und grummelten mir irgendwelche Kommentare hinterher.

Aber wer l?sst sich schon davon st?ren ???

Nach einer langen Rutschpartie und mehren Ann?herungen mit Mutter Erde kam ich schlie?lich in meiner Schule an. Ein Blick auf meine Uhr verriet mir, dass ich zu sp?t war. Also hechelte ich in Richtung unseres Zimmers, wo der Unterricht, wie ich glaubte, stattfinden w?rde. Nach dreimaligem Klopfen und 5 Minuten warten ?ffnete ich die T?r.
Der freundliche Lehrer fragte mich , um mein Wohlbefinden besorgt, ob ich noch alle beisammen h?tte, so einfach in das Zimmer zu st?rmen.
Ich wies ihn h?flich darauf hin, dass ich mehrmals klopfte und sogar wartete um den wohltuenden Klang des Wortes "Herein!" zu erwarten.
Nach einem musterndem Blick und einem freundlichem Hinweis, dass meine Klasse in einem anderen Zimmer gezogen sei, verabschiedete ich mich h?flich, verlie? das Zimmer und schmiss die T?r ran, als ich noch seine wohlklingende Whiskeystimme vernahm, die mir mit einem "T?r zu!" mitteilte, ich m?chte doch bitte dieselbe schlie?en.

Endlich (gut gelaunt) an dem Zimmer meiner Bestimmung angelangt, klopfte ich erneut.
Dieses mal, wies mich eine vertraute Stimme auf, ich k?nne eintreten. Ich ging zum Lehrer, der mich leicht verwirrt musterte, um mine Verz?gerung zu erkl?ren, in der Hoffnung, er w?rde es ohne jeglichen Kommentar in das Klassenbuch als Entschuldigt eintragen.
Er fragte mich auch gleich, was denn passiert w?re, da man mir offensichtlich die Strapazen der letzten Stunde ansah.
Nachdem ich ihm die Kette ungew?hnlicher Ereignisse n?her brachte, fragte er mich, was er nun eintragen solle.
"Missgl?ckter Suizidversuch ?"


Erst diese ganze Schei?e und dann macht man sich auch noch lustig ?ber mich.
Aber wer, verdammt nochmal, l?sst sich davon st?ren ???

Von seinem Sinn f?r Humor angesteckt, antwortete ich:
"Wie w?re es mit Obduktion im Selbstversuch ?"
Die ihm ansehbare Erfahrung vieler Jahre als Lehrer vermittelte ihm wohl, dass ich doch leicht angepisst war. Um einen Amoklauf meinerseits zu verhindern, beschloss er sich schlie?lich und endlich mich als Entschuldigt einzutragen.

Der weitere Tag verging ziemlich unspekatkul?r. Kein Anzeichen irgendwelcher allm?chtigen Boshaftigkeit ist mir wiederfahren. Nein, wir hatten sogar 2 Stunden eher aus.

Alles verlief reibungslos, bis ich zu Hause ankam und in meinem Briefkasten einen freundlich verfassten Brief meines Vermieters fand, dass ich doch bitte schlappe 65? Nebenkosten nachzahlen m?chte.
Die Begegnung mit meinem ach so lieben Nachbarn lasse ich hier unerkl?rt stehen.
Nur so viel:
Wenn ein Arschloch in meinem Haus wohnt, dann dieser..."Mensch"!

In meiner Wohnung angekommen, entschloss ich mich einen Joghurt zu genie?en. Doch der hatte beim ?ffnen nichts anderes daf?r ?brig, als mir in das Gesicht und auf mein neues T-Shirt zu spucken.

Den Joghurt vor weiteren b?sen Machenschaften seinerseits bewahrt und eliminiert, beschloss ich, mir ein leckeres Mittagessen zu machen.
Ich entschied mich f?r Bami Goreng.
Hier seien alle vorgewarnt, dass es keine gute Idee ist, Wasser von einem nassen Pfannenwender, in hei?es Fett tropfen zu lassen. ~.~

Brandblasen, verteilt auf meiem Arm, und die K?che sieht aus wie Sau !!!
Aber who the fuck, l?sst sich davon st?ren ???

Nachdem ich die K?che reinigte und meinen Arm 10 Minuten im Eisfach schockgefrostet habe, dachte ich mir, dass es keine schlechte Idee w?re, sich jetzt einen sch?nen hei?en Apfeltee zu genehmigen.
Ich weiss nur noch, dass mein (gewechseltes) T-Shirt, wie ein Schwamm ca. 750ml kochendes Wasser aufnahm.
Ich versp?rte den Drang, meinen Frust und meine Schmerzen der gesamten Umwelt akkustisch mitzuteilen und schrie.
V?llig entsetzt kam mein Mitbewohner in die K?che und fragte mich, ob alles in Ordnung sei, warum ich denn so laut telefoniere... o_O

Noch dampfend von dem hei?en Telefonat wechselte ich mein T-shirt und beschloss diesen Eintrag zu verfassen.
Ich dachte mir "Welcher hirnverbrannte Idiot l?sst sich von sowas nicht st?ren ???"

Ich bin nicht religi?s, aber eins ist fakt: Schicksal ist nicht die Verk?rperung eines allumfassenden Planes, der den Menschen das Leben schwerer machen soll.
Vielmehr ist es das Zusammenspiel ungl?cklicher, selbstverschuldeter Umst?nde, Stress sowie von Vollzeit-Arschl?chern, und dem gr??ten Arschloch von allen, was wir Schicksal nennen.



31.1.06 20:08





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